Verliebt
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P021
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Verliebt handsigniert, datiert, nummeriert 1984
Limitierte Auflage: 75 Exemplare Bronze 31 cm
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Lasst uns über den Schatten plaudern.
Der Schatten ist eng mit dem Licht, genauer mit einer Lichtquelle verbunden, denn dieses ist der Ursprung des Schattens. Ebenso wichtig sind Begriffe wie Raum, Körper, Abstand, sowie Kernschatten und Halbschatten. Goethe beobachtete in seiner Farblehre auch die Entwicklung des Schattens bei verschiedenfarbigen Lichtquellen. Der Schatten dient der Ermittlung von Entfernungen, Himmelsrichtungen und hat immer schon den Menschen zutiefst beeindruckt, sei es als Mond- oder Sonnenfinsternis, ja, er gilt sogar als Wesensteil des Menschen, als seine eigene Seele und Lebenskraft. Das Fehlen des Schattens bedeutet soviel
wie der Tod. Geister sind schattenlos und derjenige, der sich mit dem Teufel eingelassen hat.
Der Schatten wird oft als das absolut Böse, das zur Doppelnatur des Menschen gehört, bezeichnet. Für C.G. Jung war der Schatten das alter Ego des Menschen, die Unterwelt, das Unbewusste, das, was verdrängt
wurde, kurz alles, was sich der Einzelne nicht zu leben traute oder was durch die Gesellschaft verboten wurde.
Die oben abgebildete Skulptur mit dem Titel Die Liebenden stellt nun eine junge Frau und einen Mann dar, die in der frontalen Ansicht beziehungsvoll sich zugeneigt sind, beinahe die Form eines Segelbootes annehmen, sich aber nicht berühren, sondern einzeln und unabhängig beieinander stehen. Erst dann, wenn Sie genau hinsehen, erkennen Sie, dass beide Personen in ihrem Schatten schon fest miteinander verwachsen sind. Hier symbolisiert der Schatten nicht das Böse, sondern das Unsichtbare, die geheimnisvolle, unausgesprochene Liebe dieser beiden Menschen. Der Schatten verdeutlicht hier das, was die Skulptur vordergründig verschweigt, nämlich die Seele, den Gedanken und das Ungreifbare.
Fortsetzung nächstes Bild
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